In Deutschland hoffen fast 11.000 schwer kranke Menschen auf die Transplantation eines Organs. Für sie ist die Transplantation die einzige Möglichkeit, zu überleben oder die Lebensqualität erheblich zu verbessern. Diese Chance erhalten sie jedoch nur, wenn Menschen bereit sind, ihre Organe nach dem Tod zu spenden.

In den Medien ist immer wieder von der Unterversorgung mit Vitamin D die Rede – entsprechend häufig werden wir in der Arztpraxis darauf angesprochen. Gefragt wird beispielsweise, ob der Vitamin-D-Spiegel im Blut gemessen werden kann, ob das von der Krankenkasse bezahlt wird und ob diese auch ein Rezept über Vitamin D erstattet. Zu den letzteren beiden Fragen gibt es leider keine klaren Regeln, aber einige wichtige Grundsätze.

Niemand mochte die Praxisgebühr. Die Patienten nicht, weil Abgaben naturgemäß unbeliebt sind, und wir Ärzte nicht, weil die Gebühr mit unnötiger Bürokratie verbunden war. Gut also, dass sie abgeschafft wurde.

Zusammen mit der Praxisgebühr droht jedoch für viele Patienten eine sehr positive Errungenschaft verloren zu gehen: der Hausarzt oder die Hausärztin als zentrale Instanz, die den Überblick bewahrt und dafür sorgt, dass Behandlungen bei Fachärzten sich nicht gegenseitig in die Quere kommen.

Wenn wir zu krank sind, um unseren eigenen Willen zu äußern, muss jemand anders versuchen, in unserem Sinne zu entscheiden. Das ist natürlich am besten jemand, der uns gut kennt und mit dem wir vorher über unsere Wünsche gesprochen haben.

Damit dies gewährleistet ist, bietet sich das Verfassen einer Vorsorgevollmacht an. Darin wird festgehalten, wem wir welche Aufgaben und Entscheidungen übertragen, falls wir selbst nicht mehr dazu in der Lage sind. Das betrifft nicht nur medizinische Fragen, sondern auch rechtliche und finanzielle. Wie bei der Patientenverfügung gilt auch hier: Nur der schriftlich geäußerte Wille wird berücksichtigt. Die Bevollmächtigten können Entscheidungen treffen, die in einer Patientenverfügung – falls überhaupt vorhanden – nicht geklärt sind.

Wenn Sie eine Behandlung nicht wünschen – oder sie explizit haben möchten – können Sie dies normalerweise problemlos zur Sprache bringen. Im Falle einer schweren Erkrankung oder Verletzung kann sich das jedoch ändern.

Niemand möchte sich vorstellen, wie es ist, aufgrund einer Krankheit keine eigenen Entscheidungen über die weitere Behandlung (oder ihr Ende) treffen zu können. Als realistisches Szenario erscheint dies oft erst, wenn der Krankenwagen vor der Tür steht oder eine größere Operation durchgeführt werden muss. Dann ist es jedoch häufig zu spät, um die nötigen Vorbereitungen und Entscheidungen in Ruhe zu treffen.